09. Oktober 2018, 15:00-16:30 -HSB Unicampus

VO Schwerpunktvorlesung: Bildung und ungleiche Entwicklung

Bildung ist einer der zentralen Leitbegriffe der aufklärerischen Moderne, und doch bleibt der Begriff ähnlich vage und ungreifbar wie Entwicklung, Kultur, Demokratie oder andere Leitkonzepte, mit denen ein kollektiver Aufbruch in ein besserer Zeitalter versprochen wurde. In der Diskussion um Internationale Entwicklung nach 1945 lassen sich zwei optimistische Ankündigungsdiskurse unterscheiden:

 

• Der Bildungsoptimismus der Modernisierungstheorien, die in Bildung einen der Schlüssel für gesellschaftlichen Fortschritt auf allen Ebenen sahen;
• Das Versprechen, einer "anderen" Bildung, die nicht den Interessen der Herrschenden diene, sondern unterdrückte Stimmen hörbar mache, Marginalisierte ans Zentrum heranrücke und die Dichotomie von Wissenden und Unwissenden kritisch hinterfrage (u.a. Gramsci, Freire);
• Ein dritter Diskursstrang erlangte nie derartiges politischer Gewicht: Die Theorien und Experimente der alternativen Pädagogik (u.a. Montessori, Illich).

 

 

12. November 2018, 18:30-20:30 - Volkskundemuseum Wien

Ernährungssouverän unter Besatzung? Alternative Entwicklung und Widerstandsökonomien in Palästina

Diskussion + Heftpräsentation JEP 2018-1

(Schwerpunktredakion: Helmut Krieger)

 

Nach mehr als 20 Jahren Osloer Prozess und der Durchsetzung eines neoliberalen Entwicklungsmodells in den besetzten palästinensischen Gebieten ist eine vielfache Krise in Palästina mittlerweile offensichtlich. Diese führt unter anderem dazu, verstärkt nach Alternativen zu suchen, die die Besatzungsmacht grundlegend herausfordern soll. Selbstbestimmung als umfassender sozialer, politischer, kultureller und ökonomischer Prozess steht dabei im Zentrum der Debatten.
Was aber kann das praktisch bedeuten? Inwiefern können landwirtschaftliche Kooperativen in den besetzten Gebieten ein zentrales Element einer Widerstandsökonomie in Palästina darstellen? Wie können Ideen von Ernährungssouveränität mit alternativen Entwicklungsansätzen trotz eines kolonialen Besatzungsregimes realisiert werden?

 

11. Juni 2018, 18:30-20:00 - Volkskundemuseum Wien

Baustelle Rechtsaußen: Rassimus und Antirassismus im Fußball

Diskussion + Heftpräsentation JEP 2018-2

(Schwerpunktredakion: Eric Burton, Clemens Pfeffer, Lukas Schmidt)

 

Anlässlich der Fußball WM der Herren 2018 diskutieren Julia Glathe (FU Berlin) und Georg Spitaler (Verein für die Geschichte der ArbeiterInnenbewegung) über die Geschichte und Gegenwart von rassistischer Diskriminierung im Fußball. Die DiskutantInnen berichten von der Beziehung zwischen Fußballhooligans und rechtsradikalen Bewegungen im WM-Gastgeberland Russland, Zuspitzungen rassistischer Ressentiments in der heimischen Fußballszene und zeigen widerständiges Handeln anhand von antirassistischen und antidiskriminatorischen Initiativen auf. 

 

 

3. April 2018, 18:00-20:00 - Konferenzraum A 222, Universitätsstraße 7, 2. Stock

Zwischen Weltbank und Progressismo: Die lateinamerikanische Mittelklasse unter den Linksregierungen

Heftpräsentation JEP 2017-4: Middle Class in Latin America (Schwerpunktredakion: Tobias Boos, Gregor Seidl)

 

>> JEP 4/2017: http://bit.ly/jep-middle-class-latin-america

 

Erstmals leben weniger Menschen in Armut als in der "goldenen Mitte" der Gesellschaft, Lateinamerika ist endlich zu einer Region der Mittelklasse geworden – Zumindest ist das die Meinung der Weltbank. Doch wie geht dieses Urteil zusammen mit der weiterhin hohen Ungleichheit in Lateinamerika? Wie verhält es sich zu den Linksregierungen während der letzten Jahrzehnte in der Region? Ferner, was meinen wir eigentlich, wenn wir von Mittelklasse sprechen und welche Vorstellungen über Gesellschaft stecken (historisch) hinter dem Begriff? Die JEP-Ausgabe 4/17 versucht einigen dieser Fragen auf den Grund zu gehen. Die Artikel setzen sich dabei einerseits kritisch mit bestehenden Definitionen von Mittelklasse auseinander, andererseits wird empirisch untersucht, ob und in welcher Weise vom Aufstieg einer (neuen) Mittelklasse in Lateinamerika während der letzten zwei Jahrzehnte die Rede sein kann.


20. März 2018, 17:00 - 20:00, C3 Centrum für Internationale Entwicklung

Living Books: Mind the gap! Globale Ungleichheiten aufdecken

Eine living library Veranstaltung zu sozialen (Un)Gleichheiten aus globaler Perspektive. In persönlichen Gesprächen analysieren wir, wie sich diese im System manifestieren und in welchen Bereichen sie weltweit wirken.

 

 

3. März 2018, 16:00-17:30 - VHS Hietzing, Kursraum 9

Alternative Handelsbeziehungen

TTIP, CETA, EPAs, JEFTA -Freihandelsabkommen soweit das Auge reicht!

Workshop mit Julia Eder (Mattersburger Kreis & Weltumspanned Arbeiten)
(Im Rahmen der Rosa Luxemburg-Konferenz 2018 in Wien)

Im Workshop setzen wir uns damit auseinander, wie Freihandelspolitik und zwischenstaatliche Kooperation zusammenhängen bzw. in Verbindung gebracht werden. In einem zweiten Schritt beschäftigen wir uns mit alternativen Formen Handel zwischen Staaten zu organisieren. Dafür sehen wir uns ausgewählte Beispiele aus Vergangenheit und Gegenwart an und diskutieren, was wir von ihnen für den aktuellen österreichischen bzw. europäischen Kontext lernen können.

26. Jänner 2018, 13:00-15:00 - C3, Sensengasse 3 1090 Wien, Audre Lorde Studio

Go east? The political economy of China and the future of South-North relations

 


China is one of the most important creditors of the global South and invests in all continents. Investments range from mining and infrastructure to manufacturing. The discussion about the impact of China’s outward investment on the prospect of development abounds. While some argue that the global South will benefit, others claim that China replicates the practice of traditional core countries.

This workshop will convene a conversation about the new dynamics of cooperation and conflict, driven by the rise of China. Our special focus is on rivalries, dependencies and uneven development in the region and beyond.

 

With

Minqi Li, University of Utah, and

Dorothy Guerrero, Global Justice Now

 

Chair: Karin Fischer, Mattersburger Kreis/VIDC

Welcome & introduction: Martina Neuwirth, VIDC

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