Dieser Artikel ist eine Refl exion des Werkes Paulo Freires, organisiert als Erinnerungsarbeit rund um zwei Kernthemen. Zum einen wird mit der Archäologie des Schmerzes und der Hoffnung eine „Zusammenschau“ von Freires Klassiker Pädagogik der Unterdrückten und seiner Reflexion dieses Werkes im Buch Pädagogik der Hoffnung systematisch vorangetrieben. Dabei werden Freires Gedanken kontextualisiert, wobei der ideengeschichtliche und politökonomische Kontext der Entstehung der Hauptwerke in den 1960er Jahren mit den späteren Überlegungen verglichen wird. Dabei werden Veränderungen und Kontinuität seines Denkens verdeutlicht. Im zweiten Abschnitt werden mit Kultur, Dialog und Unterdrückung drei Grundkonzepte Freireanischen Denkens dargestellt, die Grundlage emanzipatorischer Bildung und gesellschaftsverändernden Handelns sind.